Solidarität mit der Belegschaft von Bosch in Schwäbisch Gmünd! Rücknahme des skandalösen Beschlusses des Betriebsrates gegen Hüseyin Ekinci!

Auf die Belegschaft von BOSCH Automotive in Schwäbisch Gmünd und ihre Familien kommt eine harte Zeit zu. Die Konzernleitung will dort massiv Arbeitsplätze vernichten: Von 3600 Stellen sollen bis zum Jahr 2030 über 2000 gestrichen werden. Die Schließung eines Werkes und Verlagerung nach Ungarn ist im Gespräch.

Gute Stimmung auf der großen Gewerkschaftsdemo am 15.03.25 in Stuttgart
Gute Stimmung auf der großen Gewerkschaftsdemo am 15.03.25 in Stuttgart (RF-Foto)

Auch an den anderen Bosch-Standorten sieht es nicht viel besser aus. Unter anderen in Hildesheim sind 750 Arbeitsplätze bedroht. In Leinfelden-Echterdingen 560 bei Power-Tools. Auch die Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich trifft schon viele Kolleginnen und Kollegen.

Ein konzernweiter Angriff muss konzernweit beantwortet werden. Dazu wäre ein Bosch-Aktionstag ein Schritt nach vorne!

Die abgeschlossenen „Zukunftstarifverträge“ sind nicht das Papier wert und vor allem Beruhigungspillen für die Belegschaften. Auch „Geheimhaltungsvereinbarungen“ mit den Betriebsräten dienen dem einzigen Zweck, die Kolleginnen und Kollegen in Unsicherheit zu halten.

Umso größer ist der Skandal, den vergangene Woche die Betriebsrats-Mehrheit von Bosch Automotive in Schwäbisch Gmünd ausgelöst hat: Sogar mit Stimmen von einigen IG Metall-Mitglieder wurde mit 17:11 die Absetzung des stellvertretenden BR-Vorsitzenden Hüseyin Ekinci durchgedrückt. Weil er sich weigert, die Geheimhaltetaktik der Konzernleitung mitzumachen. Er wollte eine sogenannte „Geheimhaltungsvereinbarung“ nicht unterschreiben. Dass sich sogar IG Metall-Betriebsräte auf so eine Maßnahme gegen ihren Kollegen einlassen, spaltet die Belegschaft. Es nützt einzig der Konzernleitung, die die Empörung und den organisierten Widerstand der Belegschaft fürchtet.

Bosch Streik 7 Wochen 1984
1984: Auch die Reutlinger Boschler streiken 7 Wochen für die 35 Stunden-Woche                                          Foto: Martin Storz/The Public Eye Blog, Baumreute 56 B, 70199 Stuttgart

Die MLPD Esslingen hat sich mit dem Kollegen solidarisiert. In unserem Brief heißt es:

Mit dem Beschluss des Betriebsrates werden die Geheimverhandlungen mit der Konzernleitung gerechtfertigt. Solche Vereinbarungen haben doch nur einen einzigen Zweck: en Betriebsräten als „Geheimnisträgern“ der Geschäftsleitung Honig ums Maul zu schmieren, Fakten zu schaffen und die Belegschaft ruhig zu halten. Was soll es denn für einen Grund geben, die konkreten Angriffspläne auf die Belegschaft zu verheimlichen? Das ist doch nur Teil einer Taktik, um die Arbeitsplatzvernichtung möglichst reibungslos über die Bühne zu kriegen und den Widerstand klein zu halten. Ein noch so geschickter Betriebsrat kann nie mehr durchsetzen, wie eine entschlossene und kämpfende Belegschaft.

Wir solidarisieren uns mit Hüseyin Ekinci und mit dem Kampf der Bosch-Kolleginnen und Kollegen um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!
Keine Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Ungarn und erst recht keine Werkschließung!
Die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich haben wir schon längst erarbeitet und sie erhält Arbeitsplätze! …

Arbeiter kampfbereit

Hier gehts zur Solidaritätserklärung mit Hüseyin Ekinci

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